Jetzt heißt es warten … und ich bin überhaupt nicht gut darin. ❤️

Veröffentlicht am 23. August 2026 um 13:44

Die Rohfassung meines Romans ist bei den Lektoren. Irgendwie ein seltsames Gefühl. So lange waren Sarah und Leon hauptsächlich bei mir – und plötzlich lesen andere Menschen die ganze Geschichte, schauen ganz genau hin und werden mir irgendwann sagen, was funktioniert … und vermutlich auch, was noch nicht funktioniert. 🙈

Natürlich weiß ich, dass genau das dazugehört. Jede Geschichte, jedes Buch wird besser, wenn erfahrene Menschen mit einem kritischen Blick darüberlesen.

Und trotzdem fühlt es sich ein bisschen so an, als hätte ich etwas sehr Persönliches aus der Hand gegeben.

Vier bis sechs Wochen kann so ein Lektorat dauern.

Vier bis sechs Wochen!

Ich glaube, ich habe selten einen Zeitraum gleichzeitig so kurz und so unglaublich lang gefunden. 😄

Wochen, in denen ich loslassen muss. In denen ich nicht erklären oder beeinflussen kann. Meine Geschichte ist jetzt bei anderen Menschen – und die dürfen Sarah und Leon ganz für sich entdecken.

Und natürlich ertappe ich mich jetzt schon bei dem Gedanken:

„Und? Wie weit seid ihr?“ 😄

Ich frage mich, wie sie Sarah erleben werden. Ob sie Leon genauso mögen werden wie ich. Ob sie an den Stellen lachen, an denen ich beim Schreiben geschmunzelt habe. Ob sie mit den beiden mitfühlen.

Und natürlich frage ich mich auch, wo sie stolpern werden.

Vielleicht über eine Stelle, die ich selbst schon hundertmal gelesen habe und bei der mir längst nichts mehr auffällt. Vielleicht über eine Szene, von der ich bisher vollkommen überzeugt war. Oder vielleicht entdecken sie etwas, an das ich selbst überhaupt nicht gedacht habe.

Genau deshalb braucht ein Roman irgendwann diesen Blick von außen.

Für mich heißt es jetzt erst einmal: abwarten.

Mich mit anderen Dingen beschäftigen, weiterschreiben, neue Ideen sammeln und versuchen, nicht ständig daran zu denken.

Leichter gesagt als getan. 😉

Vielleicht ist genau das gerade die nächste Lektion auf meinem Weg zum ersten eigenen Roman: Eine Geschichte nicht nur zu schreiben, sondern sie irgendwann auch loslassen zu können.

Zumindest für eine Weile.

Und wenn die Rückmeldung kommt, beginnt wahrscheinlich der nächste spannende Abschnitt: lesen, nachdenken, überarbeiten – und vermutlich an der einen oder anderen Stelle erst einmal schlucken. 😄

Aber darauf freue ich mich.

Denn mit jeder Überarbeitung kommen Sarah und Leon ihrem endgültigen Weg ein kleines Stück näher. ❤️

Warten ist vielleicht die schwerste Disziplin. Aber es gehört zum Weg.

Ob ich das in vier bis sechs Wochen immer noch so gelassen sehe?

Wir werden sehen. 😉

Wir warten voller Spannung. ❤️